MARGIT SCHMIDT



     


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Ein betagter Herr mit weißem Bart und schwarzem Hut sitzt vor einem offenen Kamin, umringt von Bildern und skurrilen Objekten - James Ensor. Der große belgische Maler, der als Wegbereiter des Expressionismus und Surrealismus gilt, hat sich immer wieder gerne selbst porträtiert, mit Vorliebe zwischen Masken, Totenschädeln und Skeletten. Margit Schmidt schuf ihren großformatigen Linolschnitt „Ensor“ 2009; er basiert auf einem Farbfoto von 1948, aufgenommen in Ensors Atelier ein Jahr vor seinem Tod. Den abgeklärten Blick aus dem Bild hinausgerichtet, thront der 88-Jährige souverän in seinem Kaminsessel. Die ihn umgebenden Bilder, auch die fremdartig maskierten Gefäße auf dem Sims, sind als seine eigenen Werke zu identifizieren.

In den fünf unterschiedlichen Versionen des Linoldrucks modelliert die Künstlerin den Atelierraum, je nach Farbgebung, plastisch durch oder verleiht ihm, in der auf helle, blaue und schwarze Töne reduzierten Fassung, fast flächigen Charakter, was durch die ornamentalen Elemente von Teppich und Tapete zusätzlich betont wird. Andere Varianten orientieren sich an der charakteristischen, kontrastreichen Farbensprache des Malers, der gerne kräftige Buntwerte gegeneinander setzte, um die Drastik seiner Bildmotive zu akzentuieren.

Aufgrund seines unorthodoxen Umgangs mit der Malerei und ihren Sujets, insbesondere aber wegen seines hintergründigen, oft selbstironischen Humors gehört James Ensor zu den von Margit Schmidt besonders geschätzten Künstlern der frühen Moderne. Ihr „Ensor“ ist gleichwohl mehr als eine Hommage an den Einzelgänger aus Ostende – nämlich ein aktuelles Beispiel für ihr künstlerisches Konzept der Transformation fotografischer Vorlagen in graphische Strukturen auf dem Wege der Farb- und Formvariation.

Für ihre Holz- und Linoldrucke bedient sich Margit Schmidt aus einem ständig anwachsenden Bilderfundus, der neben kunsthistorischem Material vor allem Pressefotografien enthält. Auch Aufnahmen von der Hand der Künstlerin kommen zum Einsatz. Die Auswahl eines Fotos für die druckgraphische Umsetzung erfolgt, ebenso wie alle weiteren Entscheidungen, nach künstlerisch-formalen Gesichtspunkten: Bildaufteilung, Formensprache, Raum- und Flächenstruktur, Linien- und Lichtführung sind dabei wichtiger als die auf den Fotos abgelichteten Personen oder Situationen.  Andererseits ist die Wahl der Inhalte nie willkürlich, sondern immer gibt es einen persönlichen Bezug. 

Das Interesse an Themen der Kunstgeschichte liegt – gewissermaßen berufsbedingt – auf der Hand;  2005 widmete Margit Schmidt einen Linolschnitt dem wohl populärsten Maler der Moderne - „Van Gogh“. Es handelt sich um eine eigenwillige Interpretation der „Straße nach Tarascon“, jenes Gemäldes, an dem sich schon 1957 Francis Bacon abarbeitete. Doch anstelle des abgerissenen Künstlers, der mit seiner Zeichenmappe unter dem Arm durch die Gluthitze wandert, von seinem Schatten begleitet wie von einem dunklen Ungetüm, greift Margit Schmidt auf das Standfoto des bedauernswerten Vincent aus einem japanischen Spielfilm zurück, dessen Gestalt sie nur knapp umreißt und in verkleinertem Maßstab verdoppelt. Denn immer zielt ihre Konzeption auf die formale Veränderung und Weiterentwicklung der ausgewählten Bildinhalte.

Allen neueren Arbeiten Margit Schmidts gemeinsam ist die Technik des Hochdrucks, also des klassischen Holz- und Linolschnitts. Der Holzschnitt ist nicht nur das älteste druckgraphische Verfahren, sondern auch ein früher Vorläufer der digitalen Bildgebung, so jedenfalls sieht es die Künstlerin, die selbst für viele Vorarbeiten zu ihren Bildentwürfen den Computer nutzt. Genau wie dieser beruht nämlich auch der Hochdruck auf dem Prinzip des Positiv/Negativ oder 0 / I - es gibt entweder druckende oder nicht druckende Partien. In seinen Anfängen im späten Mittelalter war der Holzschnitt noch an das Medium Buch - und an dessen kleines Format - gebunden, bevor Künstler wie Albrecht Dürer oder Lucas Cranach ihn als eigenständiges Ausdrucksmittel zur Meisterschaft führten. Seine zweite Blüte verdankte er Künstlern der frühen Moderne wie Edvard Munch oder Paul Gauguin, vor allem aber den deutschen Expressionisten, die seine handwerkliche Unmittelbarkeit schätzten. In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts griffen, im Zuge einer allgemeinen Rückbesinnung auf den Expressionismus, erneut zahlreiche Künstler, darunter zum Beispiel A.R. Penck, Georg Baselitz oder Jörg Immendorf, zu der traditionellen Technik des Schneidens und Druckens von Holz- und Linolplatten und entwickelten eigene, ganz den Materialeigenschaften des Holzes verpflichtete Bildlösungen.

Das Gleiche gilt für Margit Schmidt, die sich seit 2003 intensiv mit dem Hochdruck befasst. Seit ihren künstlerischen Anfängen ist sie eine ausgewiesene Kennerin und Könnerin der diversen druckgraphischen Techniken, die sie als Dozentin an der Kölner Universität in Theorie und Praxis lehrt. Anfangs war es die Radierung, später der künstlerische Siebdruck, denen sie sich jeweils über viele Jahre hinweg widmete. Ihre Entscheidung, sich mit der Holz- und Linolschnitttechnik  zu befassen, hat, wie für die Expressionisten, viel mit dem betont handwerklichen Entstehungsprozess zu tun, der, materialbedingt langsam und kleinteilig, die Künstlerin manchmal über Tage vereinnahmt. Schritt für Schritt wird mit den immer wieder neu eingefärbten Druckstöcken gedruckt, die oft auch miteinander kombiniert werden. Eine Besonderheit ist das Arbeiten mit sogenannten „verlorenen“ Platten (Eliminationstechnik), für die das Motiv im Verlauf des Werkprozesses immer weiter freigeschnitten wird. Wegen der Größe der Druckplatten, die die Maße der gebräuchlichen mechanischen Pressen weit überschreiten, werden sie per Handabrieb oder, je nach Format, auch mit dem Druck der Füße auf Papier oder Leinwand übertragen. Eine exakte Kongruenz der übereinander gedruckten Formen gelingt nicht immer, und so ergeben sich individuelle Unregelmäßigkeiten. Ein anderer Aspekt ist die Detailvergrößerung, die zuweilen nur einen Bruchteil des Gesamtmotivs hervorhebt. Hierin kann man einen Reflex erkennen auf die verbreitete, heute kaum noch zur Kenntnis genommene Möglichkeit, sich mit technischen Mitteln an fast alles so nah es geht „heranzuzoomen“. In dem künstlerischen Vergrößerungsvorgang, mit dem immer auch eine Vergröberung einhergeht, lösen sich die ohnehin oft unscharfen Konturen und Binnenstrukturen mehr und mehr von ihrer Dinglichkeit ab und entfalten ein formales Eigenleben, dessen kompositorische Stimmigkeit mit dem von der Künstlerin gewählten Ausschnitt steht und fällt.

Als eines der geeignetsten Sujets erscheint ihr, aufgrund ihrer naturbelassenen, „unideologischen“ (M. Schmidt) Formenwelt, die Botanik. Das Ausgangsfoto für die Pflanzenserie „Flora“ entstand 2006 im gleichnamigen Kölner Botanischen Garten. Die Aufnahme wurde dann im Laufe des Transformationsprozesses farblich variiert, in Ausschnitten vergrößert und in einer limitierten Auflage gedruckt. Jeder einzelne Abzug stellt - hierin unterscheidet sich Margit Schmidts Verfahren deutlich von der klassischen Druckgraphik - ein Unikat dar, mit eigenem, mehr oder weniger stark von der Gegenstandsfarbe abweichendem Kolorit.

2007/08 setzte Margit Schmidt ihre Arbeit an den Naturmotiven fort mit Linolschnitt-Variationen zum Thema „Sumpf“ sowie mit ihrer bislang größten, dreiteiligen Arbeit „Wenden-Süd“, die Nahansicht eines Unterholzes, welche wiederum in verschiedenen Varianten ausgeführt wurde. Der Titel ist eine Reminiszenz an ihren Heimatort im Sauerland, doch angesichts der dicht ineinander verschlungenen, dschungelartigen Vegetation verlieren die topographischen Fakten jegliche Bedeutung und werden, im wahrsten Sinne des Wortes, überwuchert von der Dynamik farbiger Strukturen.

Margit Schmidts ambitioniertestes Projekt kreist um die 1691 gegründete Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, die 2004 durch einen Brand teilweise zerstört und mittlerweile wieder instandgesetzt wurde. Mehr als 50.000 wertvolle Bücher gingen für immer verloren. Zwei Fotografien des berühmten, dreigeschossigen ovalen Rokokosaales dienten als Grundlagen für die beiden Serien „Anna Amalia“, die aus verschiedenen Farb- und Formvariationen bestehen. Die großformatigen Holzschnitte beruhen auf einer nach der Restaurierung aufgenommenen Fotografie, die kleineren, in Linolschnitttechnik, haben eine alte Aufnahme zur Vorlage. Doch bis auf eine Bibliotheksleiter finden sich kaum Abweichungen dank der fast perfekten Rekonstruktion des vorherigen Zustands. Beide Fotos bestechen durch ihre zentralperspektivische Achsensymmetrie, welche die zweiteiligen, großen Holzschnitte in dem schmalen vertikalen Abstand zwischen den Bildhälften aufgreifen. Das geschwungen ornamentierte Parkett, dessen Lineatur sich in einer zweiten Spiegelsymmetrie in der zierlichen Galerie des Obergeschosses wiederholt, sowie die räumlich genau aufeinander bezogenen Porträtbüsten und Gemälde verleihen diesen Fotografien eine spannungsvolle Raumordnung, wie geschaffen als Ausgangspunkt für eine umfassende strukturelle Bildanalyse.

Konsequenter und zugleich experimenteller als in den vorangegangenen Werkgruppen, spielt Margit Schmidt an diesem Motiv verschiedene Schritte der formalen und farblichen Transformation durch – von den nur im Kolorit verfremdeten, noch eher realistischen Ansichten über die Einfügung bildfremder, den Raumeindruck irritierender Streifenelemente bis hin zur fast vollständigen Auflösung des Sujets. Aus der farblichen Betonung und fortschreitenden Verselbständigung der prinzipiellen Raumlinien ergibt sich ein beinahe abstraktes Bildgefüge, das sich fast gänzlich von seiner architektonischen Funktion löst und nur noch im Gesamtzusammenhang der Bildserie an den realen Bibliotheksraum erinnert.

Das betont unzeitgemäße Bildprogramm der künstlerischen Arbeitsreihen ist ganz bewusst so gewählt, als eine Art kalkulierten Rückzugs. Anstatt, wie üblich, von der Wirklichkeit in die Virtualität, bewegt sich ihre Kunst antizyklisch von den digitalen Medien zurück zum authentischen handwerklichen Werkprozess; formal schreitet sie sukzessive von der noch abbildenden zur immer freieren Gestaltung des Bildraumes fort. Der Hochdruck ist dabei für Margit Schmidt weit mehr als nur eine Herstellungsmethode und zeugt von ihrer Entscheidung für eine „entschleunigte“ (M. Schmidt) Form des künstlerischen Schaffens, welche in der notwendigen Langsamkeit des Gestaltungsvorgangs eine überzeugende Alternative zum rasanten Bildwechsel unserer Zeit bereithält.


Sabine Schütz                                                                                                                                  

(In: Kat. Margit Schmidt. Linol- und Holzschnitte. Kunstverein Brühl 2009)




Sabine Schütz: 
Entschleunigung durch Kunst 

Holz- und Linolschnitte von Margit Schmidt




Kunstverein Brühl 2009











Van Gogh, 2005
























Anna Amalia  2009







Anna Amalia 2009




















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Aldone 1996
 




Aldone II


Siebdruck von Margit Schmidt



Von gefundenen einem Jeden überreich zur Verfügung stehenden Bildmaterial ausgehend, ob Pressefotos, Lexikonbilder oder Schnittmuster, schafft Margit Schmidt in ihren farbig intensiven und collageartig arrangierten Siebdrucken neue, eigenwillige Bildschichtungen und –überblendungen. Ihre Arbeit reflektiert die allgemeine Bilderüberflutung unseres Medienzeitalters und die Chance der im individuellen Selektionsprozess behaupteten subjektiven, doch keinesfalls beliebigen Wahrnehmung. Aleatorische und kontrollierte Momente wirken dabei zusammen. Das Blatt mit dem für die Thematik des Bildes belanglosen Titel „Aldone II“ (vermutlich ausgelöst von dem Ort Aldeno bei Trient in Oberitalien) verknüpft im Wesentlichen drei Bildschichten: über dem tiefroten Grund, vielleicht ein Hinweis auf den in weiten Gebieten gerodeten Regenwald, liegt die mit Schnittmustern durchsetzte (so auf anonyme Prozesse hindeutende) Szene einer Massenversammlung, darüber Ausschnitte von mikroskopischen Aufnahmen von Zellen oder Ähnlichem. Durch die beiden Kreuze im oberen Feld der Massenszene ist vielleicht an eine bestimmte Methode des Identifizierens bzw. des Auslöschens bestimmter Menschen zu denken.

Gewiss verbietet das assoziativ strukturierte Blatt eine simple frontale oder lineare Leseweise, etwa im Sinne von „Grenzen des Wachstums“. Dennoch mag in der Wahrnehmung dieser Arbeit Gedankliches dieser Art mitschwingen. Skeptisch aber gegenüber der Gültigkeit jeglichen fremden Bildes beharrt die Künstlerin radikal auf der Behauptung des immer vielschichtigen eigenen Bildes. Keineswegs im Widerspruch dazu steht die Feststellung von Sabine Schütz: „Man könnte sich die Bildwelt von Margit Schmidt schließlich auch als einen künstlerischen Versuch über das Erinnern und Vergessen denken...“ (Kat. Kunstverein Südsauerland, Olpe 1995, S. 12)

Dass gerade die Fotografie und der Siebdruck, probate Mittel der Kunst, wenngleich mit anderen Konzepten, beispielsweise bei Andy Warhol oder Robert Rauschenberg, dem die Massenproduktion und ihre Konsequenzen diagnostizierenden Bildverständnis von Margit Schmidt entgegenkommen, steht außer Frage.


Hans M. Schmidt, Rheinisches Landesmuseum, Bonn (1997)


(In: Grafik der Gegenwart. Ausstellung Rheinisches LandesMuseum / Kalender 1998 der Arbeiterwohlfahrt. Bonn 1997)







Schiftmale und Siebdrucke


Als „Schrift-Male“, deren Zeichen man entziffern und lesen möchte, bezeichnet Margit Schmidt ihre graphischen Werke. Ihre bevorzugten Medien sind die Kaltnadelradierung, die Strichätzung, die Photoradierung, die manuelle und photographische Schablonenherstellung und die Collage.

In ihren Arbeiten verbindet die Künstlerin oft mehrere dieser Techniken zu ausdruckstarker gestalterischer Wirkung. Einige ihrer Werke beziehen ihre ästhetische Kraft aus dem schwarz-weißen Hell-Dunkel-Kontrast von Form- und von Schriftstrukturen, andere vermitteln vor allem durch ihren komplementären Farbdialog und der Korrespondenz von Hell- Dunkelwerten eine faszinierende malerische Bildwirkung. Jedoch ist bei beiden farblichen Möglichkeiten die Komposition in der Fläche das wesentliche gestalterische Merkmal.


Besonders exemplarisch für Margit Schmidts Arbeiten mit dem Phänomen Schrift, das in allen Kulturen sowohl Ornament als auch Botschaftsträger sein kann, erscheint ihre schwarz-weiße  Tiefdruck-Grafik mit dem Titel „Schriftmal IV“. In deren schwarzer Bildhälfte erhebt sich ein helles Rechteck, das, einer sockelartigen Predella gleichend, ein schwarzes Rechteck trägt. Dieses zeigt eine scheinbar zufällige Anordnung von surreal und grotesk deformierten zeichenhaften Menschenmetamorphosen, die sich sinnvoll zu einer Bildstruktur fügen und über ihre Posen uns etwas zu sagen versuchen. Im hellen Sockel hingegen finden wir eine zartere Schriftstruktur aus unzähligen geschriebenen Wörtern, die wie eine abstrakte Topographie von oben gesehen wirken und sich zu strömenden oder überkreuzenden Dunkelflächen und Windungen verdichten. Oben im Bilde finden wir die figurative Hieroglyphe, unten ihre entwicklungsgeschichtliche Abstraktion auf das grafische Zeichen.


Strukturen und Flächen, die im Kontrast ihr gestalterisches Selbstbewusstsein behaupten, prägen auch Margit Schmidts malerische Siebdrucke, die zum Teil in langen, fahnenartigen Papierbahnen an den Wänden hängen oder als farbige plastische Bildtafeln, Ikonen gleichend, gearbeitet sind. Die größeren, farbig gedruckten Kompositionen fügen oft mehrere Bilder zu einer Gesamtkomposition, quasi wie Bilder im Bilde. Sie fordern unsere Aufmerksamkeit durch die Unschärfe und vergrößernde Formauflösung des Sujets und vermitteln uns Strukturen, farbige, gegenständliche und ungegenständliche Signale, im wahrsten Sinne des Wortes „Bilder“, die wir umfassend sinnlich erforschen können. Einige Arbeiten zeigen rot-schwarz-gelb-grüne, miteinander dialogisierende und zugleich kontrastierende Farbspuren, die sich belebend, nicht streng, an die klaren, geometrisch zugeschnittenen Schablonenformen halten und in mehreren Druckvorgängen vitale Farb- und Hell-Dunkel-Strukturen zu faszinierenden malerischen Mischzonen vereinen. Verunklärende Formenflächen aus Gelb/Rot oder Rot/Gelb/Grün treten zuweilen kontrastreich aus dem Dunkel oder der dominierenden Farbfläche heraus in Erscheinung. Schnittmusterspuren durchmessen kompositorische geometrische Teilaspekte und gleichen den Spuren radioaktiver Teilchen, die den Raum durcheilen. Große, die Gesamtfläche gliedernde Formen sind von farbigen oder dunklen Binnenzeichnungen und geometrischen Elementen belebt, die wie zufällig im „Bildraum“ zerstreut angeordnet sind, die aber dennoch eine geheime Übereinstimmung oder Zusammengehörigkeit suggerieren, wie sie zum Beispiel Teilen eines Puzzles zueigen ist.


Gerhard Kolberg, Museum Ludwig, Köln (1994)

 













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